Kinder und JugentherapieKinder- und Jugendtherapie


In der Systemischen Familientherapie wird ein Problem als Geschehen gesehen, an dem viele verschiedene miteinander interagierende Menschen beteiligt sind und nicht als Wesensmerkmal, das eine Person hat. (Schlippe/Schweitzer 2009). 

Dieser Ansatz besagt, dass wenn ihre Kinder zum Problem für Sie als Eltern und das soziale Umfeld werden indem sie z.B. körperliche Symptome entwickeln, einen Leistungsabfall in der Schule haben, aggressives Verhalten zeigen, diese Anzeichen auf eine für ihre Kinder problematische Lebenssituation in ihrer Familie oder/und  im sozialen Umfeld hinweisen. 

Vielleicht haben sie auch schon erlebt, dass Krisen und Probleme in einer Familie eine gemeinsame Arbeit an einer Lösung nicht ermöglicht. Hier soll eine persönliche Entlastung für Sie und Ihre Kinder in Form von Einzelgesprächen erfolgen. 

Häufig auftretende Probleme bei Kindern sind:

- Hyperkinetische Störungen, Impulsivität, Hyperaktivität,
- Aggression, Angststörungen, Zwangsstörungen, Depression,
- Störungen der Ausscheidung: Enuresis = Einnässen, Enkopresis = Einkoten,
- Nägelbeißen, zwanghaftes Hautknibbeln = Skin Picking sowie 
- Esstörungen. 

Sind Sie Eltern von pubertierenden Teenagern, dann sehen Sie sich als Eltern und Ihr(e) Kind(er) mit mehreren Themen (Schule, Ablösung zum Elternhaus) konfrontiert. Das Streben nach Unabhängigkeit und der Wille selbstverantwortlich zu Handeln ist ein für die Entwicklung Ihres Kindes wichtiger und gleichzeitig für Sie als Eltern und die gesamte Familie herausfordernder Prozess. 

Ich verstehe diese Entwicklungsprozesse als bedeutsame Lernprozesse. Im Zentrum der Therapie steht die Erarbeitung von Rahmenstrukturen die einerseits Sie als Eltern in ihrer Elternschaft stärken und andererseits Ihr(e) Kind/Kinder bei der Stärkung ihrer Selbstverantwortung ermutigen sollen.